Entspannung und Lösung von Verkrampfungen im Umfeld der radioonkologischen Behandlung möchten wir einige Möglichkeiten kurz vorstellen:
1) Progressive Muskelentspannung (nach Jacobsen):
Die Übungen sollten anfangs mit physiotherapeutischer Anleitung und nach Rücksprache mit uns angewendet werden. Es werden einzelne Muskelgruppen im Körper angespannt, die Spannung einige Sekunden aufrecht erhalten und anschließend wieder gelockert. Dadurch soll eine Entspannung des gesamten Körpers erreicht werden.
2) Autogenes Training:
Anlernung unter fachlicher Anleitung, durch Selbstsuggestion wird eine körperliche Reaktion auf Gedanken, Gefühle und Körperempfinden (u.a. Körperschwere und -wärme, Herzschlag, Atem) ausgelöst. Begleitet werden die Übungen durch Ruhevorstellungen ("Ich bin ganz ruhig."). Es können hierdurch Ängste und Schmerzen gelindert werden.
3) Meditation:
Es wird ein Zustand der tiefen inneren Ruhe erreicht zur Förderung spirituellen Wachstums und Bewußtseinserweiterung. Es besteht eine passive Grundhaltung, die Dinge werden "gehen gelassen". Es gibt vereinfacht rezeptive und konzentrative Meditationsformen. Die Übungen sollten in qualifizierten Kursen erlernt werden.
4) Visualisierungen:
Sie stellen sich einen angenehmen Ort der Ruhe und Entspannung in Bildern vor. Dann werden möglichst viele Wahrnehmungen angesprochen (Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen, Hören), durch diese angenehmen Vorstellungen können Sie Zugang zu inneren Vorgängen, Ängsten und Gefühlen bekommen, Ruhe finden und Kraft tanken.
Moderate sportliche Betätigung (2-3x wöchentlich z.B. Walking, Joggen, Schwimmen, Radfahren)kann das Immunsystem im Kampf gegen Krebs positiv beeinflussen. Sie trägt zweifelsohne zum Wohlbefinden bei, therapiebedingte Nebenwirkungen (z.B. Fatigue) können gelindert werden. Körperliche Betätigung bildet einen wesentlichen Eckpfeiler der onkologischen Rehabilitation. Die eigene körperliche Wahrnehmung, Selbstvertrauen, Lebensmut und -freude werden gesteigert. In Sportgruppen kann zusätzlich die Erfahrung einer Gemeinschaft gestärkt werden.
Zu intensives Training kann diese positiven Effekte jedoch schnell umkehren!
