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St Georg Unternehmensgruppe

Fachkrankenhaus Hubertusburg gGmbH

Aktuelles

Ambulantes Zentrum für Multiple Sklerose eröffnet

Leipzig. In der zur St. Georg Unternehmensgruppe gehörenden Tochtergesellschaft Fachkrankenhaus Hubertusburg gGmbH wurde am 06.03.2009 ein ambulantes Zentrum für Multiple Sklerose (MS) feierlich eröffnet.
Hier werden künftig Menschen mit Multiple Sklerose und anderen demyelinisierenden Erkrankungen des Nervensystems Hilfe finden. In Ergänzung zur ärztlichen Betreuung in den Facharztpraxen für Neurologie kann somit jetzt eine wesentliche Verbesserung der ambulanten Versorgungssituation für die betroffenen Patientengruppen in den Regionen Mittel- und Nordwestsachsen erwartet werden.
Die Zuweisung der Patienten ist durch niedergelassene Haus- oder Fachärzte möglich, z. B. bei bekannter MS mit speziellen Fragestellungen oder bei Verdachtsfällen auf MS bzw. anderen Erkrankungen der weißen Substanz.
Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle eine spezielle Sprechstunde für Betroffene mit kindlicher MS.
Während der Eröffnungsfeierlichkeiten hob Wolfgang Köhler, Leiter des Zentrums und Chefarzt der Klinik für Neurologie und der neurologischen Intensivmedizin am Fachkrankenhaus Hubertusburg die Betreuung der Patienten durch ein interdisziplinäres Team sowie die Sicherstellung einer ambulanten 24-Stunden-Notfallversorgung zur Behandlung akuter Krankheitsschübe hervor. Weiter betonte er, dass die Mitarbeiter des multiprofessionellen Behandlungsteams auf einen reichen Schatz an Erfahrungen auf dem Gebiet der MS-Behandlung zurückgreifen können: „Regelmäßig nehmen wir an MS-spezifischen Weiterbildungsveranstaltungen und interdisziplinären Fallkonferenzen teil.“
Die Multiple Sklerose ist eine schwerwiegende, chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, die häufig bereits im jungen Erwachsenenalter zu bleibenden Behinderungen führt. Die „Erkrankung mit den 1000 Gesichtern" kann für die Betroffenen nicht nur zu vielfältigen körperliche Beeinträchtigungen wie Lähmungen, Gefühls- oder Blasenstörungen, sondern auch zu psychischen, sozialen, beruflichen und finanziellen Einschränkungen führen. Die resultierenden Belastungen im Alltag sind gravierend. Momentan geht man von 120-140 Tausend MS-Patienten in Deutschland aus.
Durch eine konsequente multidisziplinäre Betreuung der Patienten durch Expertenteams kann eine Reduktion fortschreitender neurologischer Behinderungen erreicht werden, die aktive Teilnahme am Leben so lang wie möglich erhalten bleiben und damit die Lebensqualität deutlich verbessert werden.
Die Erlaubnis zur ambulanten Behandlung von Patienten mit den oben geschilderten Krankheitsbildern wurde dem Fachkrankenhaus Hubertusburg vom Sächsischen Sozialministerium auf der Grundlage des § 116b SGB V (Erbringung hoch spezialisierter ambulanter Leistungen bzw. seltener Erkrankungen und Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen) übergeben.

 

Karl-Hans-Janke-Ausstellung

Im kleinen bescheidenen Rahmen wurde im Juni 2007 im Fachkrankenhaus Hubertusburg eine Ausstellung der besonderen Art eröffnet. Gezeigt werden Zeichnungen, Fotos, Alben und Modelle aus der Hinterlassenschaft eines Mannes, der sich selbst als Erfinder, Ingenieur, Künstler und Genie erlebte und sich damit eine Welt schuf, in der er fast 40 Jahre Psychiatrie überdauern konnte. Karl Hans Janke verbringt fast 40 Jahre in der Psychiatrie und hinterlässt an die 2500 Zeichnungen und Modelle. Karl Hans Janke wurde 1949 erstmals in eine Nervenklinik eingewiesen und im Jahr darauf mit der Diagnose Schizophrenie in die psychiatrische Landesanstalt Hubertusburg verlegt, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1988 blieb.

Der heutige Chefarzt der psychiatrischen Klinik im Fachkrankenhaus Hubertusburg Dr. med. Peter Grampp hat das Werk Jankes im Jahr 2000 wiederentdeckt und zur Aufarbeitung an den  Verein Rosengarten e.V. übergeben. So finden sich in Jankes Nachlass neben Modellen von Flugobjekten und futuristischen Raumschiffen u. a. auch Ausarbeitungen zu einem „Rasierklingenschärfer“ oder „Eistabletten mit Fruchtsaft“. Zudem formulierte er eigene Theorien zur Geschichte des Weltalls, der Menschwerdung und zur friedlichen Nutzung der Kernenergie, zeichnete Porträts und Dinge, die ihn umgaben und beschäftigten. „Ex-Documenta-Chef Jan Hoet rückte einige seiner Zeichnungen gar in die Nähe von Leonardo da Vinci, in dem er sagt, sie seien so perfekt, man könne nichts hinzufügen, aber auch nichts weglassen“. Die komplette Sichtung und Bewertung des Nachlasses wird den Verein Rosengarten e.V. noch lange beschäftigen. Teile sind jedoch bereits jetzt im Haus 21 von Schloss Hubertusburg öffentlich zugänglich.

Weitere Informationen - auch mit Bildern - erhalten Sie auf der Internetseite  www.karl-hans-janke.de  und hier in einem Video.


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