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Klinik für Forensische Psychiatrie

Behandlungsphasen der Therapie

Die Klinik für Forensische Psychiatrie des Städtischen Kliniums "St. Georg"Leipzig ist mit seinen 118 gesicherten Behandlungsplätzen laut Vollstreckungsplan des Freistaates Sachsen zuständig für die Maßregelbehandlung alkoholabhängiger Rechtsbrecher aus den Landgerichtsbezirken Zwickau, Chemnitz und Leipzig und für die Maßregel von Drogenabhängigen aus ganz Sachsen.

Die der Verurteilung zugrundeliegende Straftat bzw. Straffälligkeit des eingewiesenen Patienten ist im wesentlichen Folge einer Suchterkrankung. Eine Behandlung in einer Entziehungsanstalt als Maßregel neben einer Strafe erscheint somit zur Vermeidung erneuter Straffälligkeit im Zusammenhang mit der Suchterkrankung sinnvoll und geboten. Gesetzliche Grundlage der Maßregel ist der § 64 StGB.

Die Stationen der Forensichen Psychatrie halten spezialisierte Behandlungsprogramme für drogenabhängige, alkoholabhängige Straftäter, Patienten mit besonders schwieriger Entwicklung und Kriminalbiographie sowie Patientinnen vor. Orientierend an den gesetzlichen Rahmenbedingungen rechnen wir mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von zwei Jahren. Nach Diagnostik und Motivationsklärung steht in einer zweiten Behandlungsphase die psychotherapeutische, sozialtherapeutische und medizinische Bearbeitung der der Sucht und Straftat zugrundeliegenden Persönlichkeitsanteile im Vordergrund. Abhängig vom Behandlungsverlauf und unter intensiver Prüfung finden in einer weiteren Therapiephase, die i. d. R. das letzte Behandlungsjahr umfasst, schrittweise Lockerungen beginnend mit begleiteten Ausgängen statt. Diese Lockerungen ermöglichen ein kontrolliertes Erproben und Vorbereiten auf die gemäß Gesetz zwingende Entlassung des Maßregelpatienten im Sinne der sozialen Wiedereingliederung. Durch z.B. Einbeziehung der Familie, Einbindung in ambulante Nachsorgesysteme, Wohnraum- und Beschäftigungsklärung wird die Entlassung vorbereitet. In der letzten Phase folgt schließlich die kontrollierte Erprobung im zukünftigen Lebensraum. Erst im Falle des Gelingens dieses Schrittes wird eine Bewährungsentlassung empfohlen.

Bei Ausbleiben ausreichender Behandlungs- und Veränderungsbereitschaft bzw. einem erkennbaren Unvermögen zum Erreichen der nachhaltigen Abstinenz wird die Maßregel, in der Regel nach 6 bis 12 Monaten, beendet und der Patient in die Strafhaft überführt.

 

Anschrift (Dösen)
Gorbitzer Str. 11
04289 Leipzig

Chefarzt Heinrich Jansen

Chefarzt:
Heinrich Jansen

Sekretariat:
Telefon: 0341 8659-153
Telefax: 0341 8659-134
Email:  Bitte hier klicken

Anzahl Betten
120

Zugehörigkeit Behandlungszentren
Enge Zusammenarbeit mit dem
Zentrum für Drogenhilfe, Blaues Kreuz, Betreutem Wohnen, Bewährungshilfe und Führungsaufsicht im Rahmen des Netzwerks


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