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Abteilung Neuroradiologie

Die Abteilung Neuroradiologie im Klinikum St. Georg in Leipzig beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des zentralen und z. T. auch des peripheren Nervensystems, also des Gehirns, des Rückenmarkes und großer peripherer Nervengeflechte.
Die besondere Aufmerksamkeit, die diese Disziplin den Nervenstrukturen widmet, zeigt sich unter anderem auch in der Anwendung speziell optimierter Untersuchungsmethoden für Fragen aus den Gebieten der Neurologie und Psychiatrie und der Neurochirurgie.
Die Abteilung für Neuroradiologie arbeitet eng mit den Kliniken für Neurochirurgie und Neurologie, der Schlaganfallstation, der Intensivmedizin und anderen Abteilungen im St. Georg zusammen.
Für besonders komplexe Fälle besteht eine überregionale Kooperation mit anderen Krankenhäusern.

 

Modernste Behandlungsmethoden

Das mit einer Schwerpunktbezeichnung nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammern ausgewiesene Spezialgebiet der Radiologie nutzt modernste Untersuchungsmethoden insbesondere zur Diagnostik von Hirntumoren mit der 1H-MR-Spektroskopie und der Perfusionsbildgebung mit der Hochfeld-Magnetresonanztomografie bei 3 Tesla Feldstärke. Auch zur Planung hochkomplexer neurochirurgischer Eingriffe am Hirn kann die funktionelle Bildgebung zur Identifikation der, für die einzelnen Funktionen spezifischen Hirnareale (BOLD, f-MRT) und der Identifikation der Nervenbahnen (Fiber-tracking) wertvolle Dienste leisten. Die Suche nach kleinsten und tief verborgenen Veränderungen als Auslöser für Epilepsien ist hier ein weiteres Betätigungsfeld.

Minimalinvasive Verfahren in der Behandlung

Mit der Entwicklung moderner, minimal-invasiver (sog. endovaskulärer) Verfahren können Aneurysmata und arterio-venöse Mißbildungen ohne Operation am geöffneten Schädel behandelt werden; dabei werden durch dünne Katheter Platinspiralen, Gefäßstützen (Stents), Partikel oder Gewebekleber unter Röntgenkontrolle direkt an den Tumor gebracht oder es können Blutgerinnsel aus einer verstopften Gehirnader entfernt werden.

Mit der CT-gesteuerten, differenzierten Schmerzdiagnostik und- Therapie kann das Schmerzmittel hochpräzise direkt an Ort der Schmerzentstehung gebracht werden.

Leistungsspektrum

Diagnostik

  • Kernspintomografie (MRT, 1,5 und 3 Tesla Feldstärke) des Gehirns, der Wirbelsäule und relevanter Nervenstrukturen einschließlich Spezialuntersuchungen (Diffusion, Perfusion, 1H-Spektroskopie, DTI mit Fiber-Tracking, BOLD-Imaging (funktionelles MRT), Epilepsie-Bildgebung, Liquorflußuntersuchungen, Kiefergelenksbildgebung)
  • Computertomografie (CT) des Gehirns und der Wirbelsäule einschließlich Spezialuntersuchungen (CT-Angiografie mit 3D- Rekonstruktionen, CT-Myelografie)
  • Katheter-Angiorafie (Gefäßdarstellung) in digitaler Subtraktionstechnik (DSA)
  • Röntgenuntersuchungen des Schädels und der Wirbelsäule jeweils mit Spezialaufnahmen (z.B. Aufnahme nach Schüller oder Stenvers)
  • Kontrastmitteldarstellung des Spinalkanals (Myelografie) sowie Funktionsmyelografie
  • Zisternografie bei Liquorlecks (CT- und /oder MRT)
  • Dacryocystografie

Therapie

  • Endovaskuläre Coil-Embolisation von zerebralen Aneurysmata – falls erforderlich Stent-, Flowdiverter- oder Ballonunterstützt
  • Endovaskuläre Embolisation von Tumoren und arterio-venösen Mißbildungen (AVM, Hämangiome, AV-Fisteln)
  • CT-gesteuerte, differenzierte Schmerzdiagnostik und -therapie (Facettengelenke, Ilio-Sakral-Gelenke, PRT)
  • Endovaskuläre Schlaganfallbehandlung (i. a. -Lyse oder mechanische Thrombektomie)

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Standort Neuroradiologie in Leipzig

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