Herz zeigen am Augustusplatz: „Leipzig drückt 2026“ verbindet Lebensrettung, Sport und Musik
Ein Mensch bricht plötzlich zusammen – im Supermarkt, im Büro, auf der Straße. Bei einem plötzlichen Herzstillstand entscheiden die nächsten Minuten über Leben und Tod. Genau hier setzt die Aktion „Leipzig drückt“ an: Am heutigen Montag verwandelt sich der Leipziger Augustusplatz von 9:00 bis 16:00 Uhr in eine interaktive Aktionsmeile. Unter freiem Himmel lernen Bürgerinnen und Bürger kostenlos und ohne Vorkenntnisse, wie eine Herzdruckmassage funktioniert – und warum jeder im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen kann.
Getragen wird das Großevent von einem starken lokalen Bündnis: Die Stadt Leipzig, die Leipziger Kliniken (Universitätsklinikum Leipzig, Klinikum St. Georg, Herzzentrum Leipzig,) die Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Die Johanniter, Malteser Hilfsdienst) sowie die Branddirektion Leipzig ziehen hierfür an einem Strang.
Sportstars und Musik als Taktgeber für den guten Zweck
Dass Erste Hilfe keine Frage des Alters oder der Fitness ist, zeigen prominente Gesichter des Leipziger Sports direkt vor Ort. Mit dabei sind unter anderem Handball-Legende Wieland Schmidt (Handball-Club Leipzig), RB-Leipzig-Ikone Perry Bräutigam und Olympiasieger Jens Lehmann (SC DHfK). Eine besondere emotionale Note erhält der Tag durch Wieland Schmidt, der am Mikrofon aus eigener Erfahrung berichtet, wie ein plötzlicher Herzstillstand sein Leben verändert hat.
Für den passenden Rhythmus an den Reanimationspuppen sorgt ab 13:00 Uhr die bekannte Leipziger Band Stilbruch mit ihrem unverwechselbaren „New-Classic-Sound“.
„Leipzig drückt steht für das, was diese Stadt ausmacht: Menschen, die füreinander da sind und im entscheidenden Moment handeln“, betont Oberbürgermeister Heiko Rosenthal, der die Aktion um 11:00 Uhr offiziell eröffnen wird. „Wer heute eine Herzdruckmassage lernt, kann morgen ein Leben retten. Ich freue mich, dass wir dieses Jahr noch mehr Erlebnis, Begegnung und Mitmachmomente auf den Augustusplatz bringen.“
Von der Schulbank zum spektakulären Live-Szenario Das Programm am Aktionstag ist so dynamisch wie nie zuvor. Während der Vormittag ganz im Zeichen der Leipziger Schulen steht – hunderte Schülerinnen und Schüler trainieren bereits seit 9:00 Uhr die Laienreanimation –, zieht das Programm am Nachmittag die breite Öffentlichkeit an.
Das absolute Highlight bildet ein realistisches Live-Szenario jeweils um 11 Uhr und um 14 Uhr: Vor den Augen der Zuschauer wird der Ernstfall einer bewusstlosen Person simuliert. Gezeigt und moderiert wird die lückenlose Rettungskette in Aktion – vom ersten Herz-Druck-Einsatz durch Passanten über den Notruf bis hin zum Eintreffen der Rettungskräfte.
Erlebnismeile für die ganze Familie
Parallel zum Training an den Reanimationspuppen wartet auf die Besucher eine abwechslungsreiche Aktionsmeile. Auf der Blaulichtmeile präsentieren die Retter moderne Einsatzfahrzeuge, historische Raritäten und den ASB-Sachsen Wünschewagen. Die jüngsten Lebensretter können in der Teddyklinik St. Georg und dem Teddyretter-Krankenwagen der ASJ/ASB Leipzig spielerisch ihre Berührungsängste verlieren und den Maskottchen BalLEo, Bulli und der Icefighters guten Tag sagen.
Im Präventionszelt Herzgesundheit gibt es wichtige Informationen und Checks, während die sportlichen Drück-Challenges zum Duell einladen: Hier kann jeder testen, ob er im Reanimations-Dauerdrücken gegen die Profis vom SC DHfK, HC Leipzig und RB Leipzig sowie den KSW Icefighters Leipzig besteht.
Vorkenntnisse sind für den Besuch nicht nötig. Das Bündnis betont: „Hemmschwellen abbauen, bevor es darauf ankommt – denn jede Hand kann ein Leben retten.“







