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Stroke Unit | Stationäre Einheit für Schlaganfallpatienten

Auf der Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit) der Klinik für Neurologie arbeiten speziell in der Schlaganfallbehandlung ausgebildete Ärzte zusammen mit spezialisierten Pfegekräften sowie Physio-, Sprach- und Ergotherapeuten daran, die Folgen eines eingetretenen Schlaganfalls zu mindern.

24-Stunden-Erreichbarkeit Stroke Unit | Stationäre Einheit für Schlaganfallpatienten
Telefon: 0341 909-4977

Hintergrundinfos

Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall ist in den häufigsten Fällen durch eine unzureichende Durchblutung eines Gehirnareales bedingt. Kommt es zu einer länger anhaltenden Unterversorgung von Hirngewebe, so geht dieses zu Grunde und es verbleiben die für einen Schlaganfall typischen Folgeschäden. In selteneren Fällen kann es jedoch auch durch eine Blutung aus Gehirnarterien oder – Venen zu einer direkten Schädigung von Hirngewebe kommen, welche sich in Form eines Schlaganfalles präsentieren. Ohne eine Bildgebung des Schädels kann keine sichere Unterscheidung zwischen Hirndurchblutungsstörung oder Gehirnblutung getroffen werden. Der Schlaganfall gehört in Deutschland mit etwa 250.000 Fällen pro Jahr zu den häufigen invalidisierenden Erkrankungen. 

Welche Symptome treten auf?

Die Symptome des Schlaganfalles variieren. Je nach Lokalisation der Minderdurchblutung bzw. Schädigung des Gehirnes, kann es zu (häufiger einseitigen) Lähmungserscheinungen von Arm und Bein, Sprach- und Sprechstörungen, Gesichtsfeldeinschränkungen und Koordinationsschwierigkeiten kommen. Begleitsymptome sind oftmals Schwindel und Kopfschmerzen. Auch kurzzeitige Ausfallerscheinungen, welche sich nach einigen Minuten oder Stunden vollständig zurückbilden, sollten ernst genommen werden. Dem Schlaganfall gehen häufiger sogenannte transitorisch- ischämische Attacken (Schlaganfallattacken) voraus, welche das Risiko einen schweren Schlaganfall zu erleiden, erhöhen.

Risikofaktoren für die Entstehung eines Schlaganfalles:

  • Herzrhythmusstörungen (insbesondere Vorhofflimmern)
  • BluthochdruckDiabetes mellitus Typ II
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Übergewicht
  • Nikotin- und Alkoholabusus
  • seltenere Autoimmunerkrankungen und genetische Blutgerinnungsstörungen

Was tue ich bei Verdacht auf einen Schlaganfall?

Zur groben Orientierung beim Verdacht auf einen Schlaganfall bietet sich der sogenannte „FAST“-Test (englisches Akronym) an.

F „face“ – (Gesicht): Fordern sie den Patienten auf, die Stirn zu runzeln oder den Mund breit zu ziehen. Auffällig ist eine neu aufgetretene Seitenasymmetrie.

A „arms“ - (Arme): Fordern Sie den Patienten auf, beide Arme horizontal in die Luft zu strecken und diese dort zu halten. Kommt es zu einem einseitigen Absinken oder einer Drehung des Armes, so wird der Test als auffällig gewertet.

S „speech“ – (Sprache): Fordern Sie den Patienten auf, einen Satz nachzusprechen. Werden falsche Worte gesprochen, besteht eine undeutliche Aussprache oder ist der Patient nicht in der Lage Worte zu bilden, so ist der Test auffällig.

T „time“ – (Zeit): Es sollte eine möglichst genaue zeitliche Einordnung des Symptombeginnes erfolgen.

Bestehen eine neue Asymmetrie des Gesichtes, eine einseitig betonte Schwäche eines Armes und/oder Probleme beim Sprechen und der Aussprache, so liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schlaganfall vor.

Es sollte umgehend ein Notruf über die 112 abgesetzt werden.

Der Schlaganfall ist ein zeitkritischer Notfall und sollte schnellstmöglich in einem Krankenhaus behandelt werden. Ein „Abwarten der Symptome“ oder die verzögerte Verständigung des Rettungsdienstes führt oftmals zu einem schwerwiegenderen Defizit.

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