Sie befinden sich hier

Inhalt

Klinik für Neuroradiologie

Herzlich willkommen in der Klinik für Neuroradiologie am Klinikum St. Georg Leipzig.

Unsere im Mai 2025 gegründete Klinik widmet sich mit modernster Technik und umfangreicher Erfahrung der Diagnostik und minimal-invasiven Therapie von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Schlaganfallbehandlung sowie der interventionellen Behandlung von Aneurysmen und anderen Hirngefäßerkrankungen wie zum Beispiel arteriovenösen Malformationen oder duralen AV-Fisteln.

Darüber hinaus helfen wir Patientinnen und Patienten bei chronischen Schmerzzuständen durch eine Infiltration an Nervenwurzeln (PRT) oder Wirbelgelenken (Facettengelenksinfiltration).

Bei Fragen oder für Zweitmeinungen können Sie sich gerne über unser Sekretariat an uns wenden.

Wir bedanken uns für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen.

Ihr Team der Neuroradiologie

Team

Sekretariat Franziska Wunderlich Delitzscher Str. 141
04129 Leipzig
Tel.: 0341 909-2710 E-Mail: neuroradiologie(at)sanktgeorg.de
Leitender Oberarzt Dr. med. Nikolaos Bailis, M.Sc. Delitzscher Str. 141
04129 Leipzig
Tel.: 0341 909-2710 E-Mail: neuroradiologie(at)sanktgeorg.de
Leitender Oberarzt Dr. med. Jens Maybaum Delitzscher Str. 141
04129 Leipzig
Tel.: 0341 909-2710 E-Mail: neuroradiologie(at)sanktgeorg.de
Ärztin in Weiterbildung Dr. med. Marie-Sophie Schüngel Delitzscher Str. 141
04129 Leipzig
Tel.: 0341 909-2710 E-Mail: neuroradiologie(at)sanktgeorg.de

Komm zu uns ins Team!

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Oberarzt (m/w/d) mit Schwerpunkt Interventionelle Neuroradiologie für unsere Klinik für Neuroradiologie.

Gestalten Sie mit uns die Zukunft der Interventionellen Neuroradiologie!

Unsere Klinik für Neuroradiologie steht für eine moderne, patientenorientierte Versorgung auf höchstem medizinischen Niveau. Als Teil eines interdisziplinären Neurozentrums decken wir das gesamte Spektrum der diagnostischen und interventionellen Neuroradiologie ab.

Zur Stellenausschreibung

Unsere Leistungen

Minimalinvasive Behandlungen

Das Team der Klinik für Neuroradiologie verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Behandlung von Gefäßerkrankungen des Nervensystems.

Neben der katheterbasierten Notfallversorgung von Schlaganfällen, die durch den plötzlichen Verschluss eines hirnversorgenden Gefäßes hervorgerufen werden, ist unsere Klinik spezialisiert auf die Behandlung von Aneurysmen, Gefäßmalformationen wie arteriovenösen Malformationen und duralen arteriovenösen Fisteln.

Auch die minimalinvasive Behandlung von Verengungen der hirnversorgenden Gefäße und der Verschluss von tumorversorgenden Gefäßen im Rahmen eines umfassenden Tumorbehandlungskonzepts sind Teil unserer Behandlungsangebote.

Schlaganfall

„Time is brain“ - bei einem ischämischen Schlaganfall zählt jede Minute. Unsere Klinik ist integraler Bestandteil des TESSA-Schlaganfallnetzwerks und stellt rund um die Uhr eine regionale und überregionale Schlaganfallversorgung sicher.

Die sogenannte mechanische Thrombektomie ist eine hochspezialisierte Kathetertechnik, mit der ein Blutgerinnsel (Thrombus) aus verschlossenen Hirngefäßen entfernt werden kann. Dafür führt ein erfahrener Arzt einen dünnen Schlauch (Katheter) über eine Arterie (zum Beispiel in der Leiste) in ein Hirngefäß ein. Mit unterschiedlichen Materialien und Techniken kann das Blutgerinnsel dann eingefangen und aus dem Körper entfernt werden. Das verstopfte Gefäß wird dadurch eröffnet und das Gehirn wieder mit Blut versorgt.

Diese Methode ist heute der Goldstandard bei Gefäßverschlüssen und verbessert die Prognose betroffener Patientinnen und Patienten erheblich.

Aneurysmatherapie

Aufweitungen der Hirngefäße, sogenannte Aneurysmen, unterscheiden sich bezüglich ihres Gefährdungspotentials deutlich. Die überwiegende Mehrzahl von Aneurysmen verursacht über lange Zeit keine spürbaren Beschwerden, nur wenige, in der Regel große Aneurysmen bewirken durch Druck auf angrenzende Hirnstrukturen Symptome.

Hirnarterienaneurysmen können ursächlich für eine lebensbedrohliche Hirnblutung, den hämorrhagischen Schlaganfall, sein. Insbesondere die genaue Lage im Hirngefäßsystem, ihre Form und Größe haben einen großen Einfluss auf das von ihnen ausgehende Blutungsrisiko.

Um das individuelle Risiko eines solchen Aneurysmas für eine Hirnblutung besser einschätzen zu können, nutzen wir unter anderem auf internationalen und eigenen Studien beruhende Risikoberechnungssysteme: Machine Learning for Rupture Risk Prediction of Intracranial Aneurysms: Challenging the PHASES Score in Geographically Constrained Areas

Im Rahmen unserer neurovaskulären Sprechstunde beraten wir sie gern und stellen Ihnen alle modernen Behandlungsverfahren, sowohl minimalinvasive als auch mikrochirurgische Therapiemöglichkeiten, vor.

Gefäßmalformationen: durale arteriovenöse Fisteln und arteriovenöse Malformationen

Durale arteriovenöse Fisteln und piale arteriovenöse Malformationen sind seltene Gefäßerkrankungen von Hirn und Rückenmark, bei denen direkte Verbindungen zwischen dem arteriellen Hochdrucksystem und dem venösen Niedrigdrucksystem zu erheblichen, blutstrombedingten Veränderungen vor allem der betroffenen venösen Gefäße führen.

Neben Symptomen, wie zum Beispiel strömungsbedingten Ohrgeräuschen, Sehstörungen, Lähmungen und epileptischen Krampfanfällen, können diese Erkrankungen auch schwere Hirn- oder Rückenmarksblutungen verursachen.

In unserer neurovaskulären Sprechstunde beraten wir Sie gern hinsichtlich des Risikos und der Behandlungsoptionen. In Abhängigkeit von Lage, Größe und Blutungswahrscheinlichkeit kommen katheterbasierte, minimalinvasive Verfahren, mikrochirurgische Eingriffe und strahlentherapeutische Techniken in Frage. Moderne medikamentöse Therapien mit Gefäßneubildung beeinflussenden Präparaten ergänzen das Behandlungsspektrum.

Verengungen von hirnversorgenden Gefäßen (Stenosen)

Verengungen von hirnversorgenden Gefäßen können sowohl im Bereich des Halses als auch im Kopf auftreten und je nach Ausprägungsgrad und Lage zur schleichenden oder plötzlichen Minderdurchblutung des Gehirns führen. Die Folge einer schweren Minderdurchblutung ist ein Schlaganfall.

In unserer Klinik bieten wir Ihnen die diagnostische Abklärung und Behandlung solcher Hirngefäßverengungen an. In enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Gefäßchirurgie und Neurologie beraten wir Sie gern hinsichtlich des individuellen Risikos und der geeigneten Behandlungsverfahren.

Neben offenen gefäßchirurgischen Eingriffen bieten wir Ihnen die minimalinvasive, katheterbasierte Behandlung durch Erweiterung der Engstelle mit Ballonkathetern und Stentimplantation an.

Embolisation der Hirnhautarterie bei Subduralhämatom

Blutungen in die innere Schicht der harten Hirnhaut (durale Grenzzellschicht) sind oft Folge von Stürzen älterer Menschen. Die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten (Blutverdünnern) erhöht das Risiko für solche Blutungen substantiell.

Die Hirnhautblutung wird im kurzfristigen Verlauf von Entzündungsprozessen und Gefäßneubildung vor Ort begleitet, welche Nachblutungen und das weitere Wachstum auch initial kleiner Blutansammlungen begünstigen. Initial größere Blutungen führen schon früh durch Druck auf das Hirngewebe zu lebensbedrohlichen Hirnschäden.

Kleine, nicht primär mittels Schädeleröffnung zu entlastende Subduralhämatome, können durch den katheterbasierten Verschluss der Hirnhautarterie gut behandelt werden. Der Verschluss dieser Arterie unterbricht den Kreislauf der Entzündungsprozesse mit Gefäßneubildung und Nachblutungen, so dass eine operative Entlastung im Verlauf in den meisten Fällen umgangen werden kann.

Bereits operationspflichtige, große Blutungen, die das Hirngewebe schon initial verdrängen, sollten nach der Entlastungsoperation ebenfalls durch Verschluss der Hirnhautarterie behandelt werden, da das Risiko von Nachblutungen ohne Gefäßverschluss in 25 bis 75 Prozent der Fälle erheblich ist.

Der Verschluss der Hirnhautarterie hat in vier großen klinischen Studien einen deutlichen Vorteil für die so behandelten Patientinnen und Patienten gezeigt und weist nur ein geringes Behandlungsrisiko auf. Wir bieten Ihnen gern die katheterbasierte Behandlung von nicht primär operativ zu versorgenden Subduralhämatomen an, ebenso können wir den Verschluss der Hirnhautarterie nach bereits erfolgter Entlastungsoperation durchführen.

Behandlung pulssynchroner Ohrgeräusche (Pulsatiler Tinnitus)

Der pulsatiler Tinnitus ist ein herzschlagsynchrones Ohrgeräusch und wird häufig durch venöse Abflussstenosen im Bereich des Sinus transversus, Sinus sigmoideus oder der Vene jugularis interna verursacht. Die luminale Einengung führt zu Strömungsbeschleunigung und Turbulenzen, die aufgrund der anatomischen Nähe zum Felsenbein auf das Hörorgan übertragen werden.

Typisch sind ein lageabhängiges, pulssynchrones Geräusch sowie eine Besserung bei Kompression der Vene jugularis. Häufig besteht eine Assoziation zur idiopathischen intrakraniellen Hypertension (IIH).

Die Diagnostik erfolgt mittels MR-/CT-Venographie, bei unklarer Relevanz mittels DSA mit Druckgradientenmessung (relevant meist ≥ 8–10 mmHg). Bei ausgeprägter Symptomatik kann eine venöse Stentimplantation den Tinnitus deutlich reduzieren oder gänzlich unterbinden.

Gern beraten wir Sie bezüglich der notwendigen Untersuchungsschritte und gegebenenfalls Behandlung in unserer neurovaskulären Sprechstunde.

Minimalinvasive Schmerztherapie bei Gelenkschmerzen der Schulter

Die Frozen Shoulder ist durch eine entzündlich-fibrotische Verdickung der Schultergelenkkapsel mit ausgeprägten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen gekennzeichnet. Ergänzend zu konservativen Therapien stehen bildgesteuerte minimalinvasive Verfahren zur Verfügung.

Die gelenknahe arterielle Embolisation adressiert die pathologische Neovaskularisation und Entzündung der Gelenkkapsel. Über einen mikrokathetergestützten arteriellen Zugang werden schmerzassoziierte periartikuläre Gefäße selektiv embolisiert, was zu einer nachhaltigen Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung führen kann.

Gern beraten wir Sie in unserer Neurovaskulären Sprechstunde bezüglich der möglichen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren.

Neurovaskuläre Sprechstunde

Bei Ihnen wurde die Diagnose eines Aneurysmas, einer arteriovenösen Gefäßmalformation (AVM), einer arteriovenösen Fistel, einer Stenose von Hirngefäßen gestellt oder der Verdacht auf das Vorliegen einer solchen Erkrankung geäußert?

Gern besprechen wir mit Ihnen Ihren Befund und werten die vorliegenden Untersuchungen gemeinsam aus. Wir bieten Ihnen hierfür eine individualisierte Beratung in unserer Spezialsprechstunde für Gefäßerkrankungen des zentralen Nervensystems an.

Das Vorliegen einer solchen Gefäßerkrankung kann für das weitere Leben wichtige Fragen aufwerfen. In enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der Kliniken für NeurologieNeurochirurgie, Gefäßchirurgie, Hals- Nasen-, Ohrenheilkunde sowie Anästhesiologie schätzen wir für Sie das Risiko der bei Ihnen festgestellten Erkrankung ein. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir dies ausführlich und stellen Ihnen - stets auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Standards - die für Sie geeigneten Behandlungsverfahren vor. Mitunter sind für eine umfassende Beratung auch weitere Untersuchungen notwendig, die wir gern mit Ihnen erörtern und gegebenenfalls ergänzend in unserer Klinik durchführen können.

Kontakt:

Franziska Wunderlich
Klinik für Neuroradiologie am Klinikum St. Georg Leipzig
Haus 3, Zimmer 0.35
Delitzscher Straße 141
04129 Leipzig
Telefon: 0341 909 2710
Email: neuroradiologie@sanktgeorg.de

Wir sind Montag bis Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr telefonisch erreichbar.

In dringenden Fällen erfolgt die Fallvorstellung direkt an einen Arzt der neuroradiologischen Klinik, bei geplanten Vorstellungen erbitten wir die Terminierung in unserer neurovaskulären Sprechstunde.

Auf dem Campusgelände des Klinikums St. Georg finden Sie uns im Haus 3, dem alten Badehaus. Bitte melden Sie sich im Chefarztsekretariat bei Frau Wunderlich.

Welche Unterlagen sind für uns wichtig?

Für eine umfassende Beratung benötigen wir folgende Unterlagen:

  • alle MRT, CT, DSA und Ultraschalluntersuchungen von bereits vorhandenen Untersuchungen, idealerweise auf einer CD oder DVD
  • Berichte und Befunde vorheriger Untersuchungen, zum Beispiel Gerinnungsdiagnostik
  • Berichte und Befunde bereits durchgeführter Operationen
  • aktuell gültiger Medikamentenplan
  • Überweisungsschein vom niedergelassenen Facharzt (zum Beispiel Neurologe, Neurochirurg, Hausarzt)

Forschung und Studien

Wissenschaft und moderne Medizin sind eng miteinander verwoben. In unserer Klinik verwenden wir erprobte Kathetermaterialien und Implantate, die einen stetigen Innovationsprozess erfahren, so dass wir Ihnen eine Behandlung auf höchstem Niveau anbieten können. Wir arbeiten eng mit etablierten deutschen, europäischen und amerikanischen Medizinproduktherstellern zusammen, die die von uns verwendeten Implantate stets weiterentwickeln. Ebenso führen wir selbst Entwicklungsstudien und klinische Studien durch.

Klinische Studien und die Erforschung neuer Behandlungsverfahren sind wichtige Antriebselemente für die Verbesserung von minimalinvasiven Therapien. Die Innovationen der letzten Jahre erlauben es uns, vorher nicht behandelbare Erkrankungen nun mit gutem Sicherheitsprofil therapieren zu können. Besonders wichtig sind beispielsweise die in den letzten Jahren verfügbar gewordenen biologischen Beschichtungen von Aneurysmaimplantaten, die für das Gerinnungssystem unsichtbar sind und uns so ermöglichen, die begleitende Blutverdünnung zu minimieren. Hierdurch steigt die Behandlungssicherheit und das Risiko für Komplikationen sinkt.

Gern informieren wir Sie über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten und auch die Möglichkeit der Teilnahme an laufenden klinischen Studien. Zudem entwickeln wir, gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, ein Hirngefäßendoskop, mit dessen Hilfe eine strahlungsfreie Behandlung von Hirngefäßerkrankungen ermöglicht wird.

In der Karte des Klinikums St. Georg Leipzig ist das Haus 3 rot markiert.

Kontextspalte

Chefarzt Klinik für Neuroradiologie
Prof. Dr. med. habil.
Stefan Schob Delitzscher Str. 141
04129 Leipzig Tel.: 0341 909-2710