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Endometriose

Endometriose ist eine der häufigsten gutartigen gynäkologischen Erkrankungen mit ca. 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr.

Da die Krankheit in der Bevölkerung nicht sehr bekannt ist und sie mit allgemeinen Symptomen wie Menstruationsschmerzen einhergeht, die aus vielerlei Gründen hingenommen werden, vergeht häufig ein längerer Zeitraum, bis sie diagnostiziert wird.

Endometriose im Klinikum St. Georg behandeln

  • Operative Expertise auf dem Gebiet der Endometriose
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Chirurgie und Urologie auf dem operativen Sektor
  • enge Zusammenarbeit mit Schmerzambulanz sowie hauseigenem Sozialdienst

Endometriosesprechstunde

Gern können Sie unsere Endometriose-Sprechstunde aufsuchen. Bitte vereinbaren Sie dazu vorab telefonisch oder Per Mail einen Termin.

Telefon: 0341 909-3515
Mail: ambulanz.gyn@sanktgeorg.de 

Hintergrund

Bei der Endometriose handelt es sich um das Vorkommen gebärmutterschleimhautähnlichen Gewebes außerhalb der Gebärmutterhöhle. Dieses Gewebe kann sich in verschiedenen Bereichen (z. B. kleines Becken, Bauchhöhle) absiedeln und durch sein zyklusabhängiges Wachstum das umliegende Gewebe oder Organe zerstören. Etwa 10 % aller gebärfähigen Frauen leiden an einer Endometriose.

Beschwerdebild

Die Symptome der Erkrankung sind sehr komplex und vielseitig. Die Hauptbeschwerden sind:

  • Regelschmerzen (Dysmenorrhoe)
  • Starke Blutungen (Hypermenorrhoe)
  • Chronisch wiederkehrende regelmäßige oder unregelmäßige Unterbauchschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie)
  • Schmerzen beim Stuhlgang (Dyschezie) oder beim Wasserlassen (Dysurie), meist zyklisch

Aber auch unspezifische Beschwerden können bei den Betroffenen auftreten, wie Rückenschmerzen, chronische Darmbeschwerden, Schmierblutungen, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, chronische Erschöpfung. Der häufigste Auslöser für einen Arztbesuch ist bei betroffenen Frauen ein unerfüllter Kinderwunsch, denn eine Befruchtung ist oft durch das destruktive Wachstum der Endometrioseherde, durch Verwachsungen und hormonelle Dysregulation nicht möglich.

Diagnose

Um den Verdacht einer Endometriose zu bestätigen, muss man eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchführen, das erkrankte Gewebe entfernen und durch einen Pathologen mikroskopisch untersuchen lassen. Bildgebende Verfahren, wie Ultraschall oder MRT, können zusätzliche Informationen liefern, aber nicht die Diagnose sichern.

Therapie

Der wichtigste Bestandteil der Endometriosetherapie ist die operative Entfernung aller sichtbaren Endometrioseherde.

Dies wird meistens minimal-invasiv mittels Laparoskopie durchgeführt. Gelegentlich und bei sehr fortgeschrittenen Erkrankungen ist das Hinzuziehen von Fachärzten anderer Fachdisziplinen, wie Urologie oder Viszeralchirurgie, erforderlich.

Nach einer erfolgreichen operativen Entfernung aller Endometrioseherde ist eine hormonelle Therapie sinnvoll. Bei Frauen ohne Kinderwunsch werden dafür spezielle Hormonpräparate angewendet. Bei bestehendem Kinderwunsch sollte eine Mitbetreuung durch ein zertifiziertes Kinderwunschzentrum erfolgen.

Da die Endometriose eine hormonbedingte Erkrankung ist, kann sie bis zu den Wechseljahren immer wiederkehren. Gelegentlich sind Folgeeingriff e oder erneute hormonelle Behandlungen unabdingbar. Nach den Wechseljahren jedoch wachsen die Endometrioseherde (bis auf Einzelfälle) nicht mehr. Sinnvoll ist es deshalb, in den Wechseljahren auf eine Hormonersatztherapie zu verzichten.

Kooperationspartner

Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerztherapie Schmerzambulanz

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie

Klinik für Urologie und Andrologie
Zentrum für Operative Medizin

Kinderwunschzentrum Leipzig-Chemnitz
Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg Kur-GmbH

Frau Pamela Edel
Psychologische Psychotherapeutin, Psychoonkologin

Kontextspalte

Oberärztin
Dr. med.
Anne Zaiß Delitzscher Str. 141
04129 Leipzig Tel.: 0341 909-3501