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Inhalt

Schmerzzentrum

Das Schmerzzentrum im Klinikum St. Georg in Leipzig arbeitet eng mit Hausärzten, Fachärzten, Schmerztherapeuten und Kliniken in Leipzig und Umgebung zusammen.
Das Versorgungsangebot besteht aus drei Behandlungsbausteinen:

  • Diagnostik und Therapie in der Schmerzambulanz
  • vollstationäre Diagnostik und Therapie
  • tagesklinische (teilstationäre) und vollstationäre Behandlung

Diese umfassenden Behandlungsmöglichkeiten ermöglichen eine indikations- und bedarfsgerechte Versorgung der Schmerzpatienten aller Schweregrade. Ambulant und vollstationär werden Patientinnen und Patienten aller gesetzlichen und privaten Krankenkassen behandelt. Gesetzlich Versicherte benötigen eine Überweisung ihres behandelnden Arztes.
Die tagesklinische Behandlung steht allen Versicherten offen.

Ziel der Therapie bei chronischen Schmerzen

Gemeinsam mit der Patientin beziehungsweise dem Patienten werden Konzepte erarbeitet, die eine weitest mögliche Schmerzreduktion möglich machen. Zusätzlich werden die Patientinnen und Patienten angeleitet, ihre Schmerzen wirksam zu lindern, aktiv am Leben teilzunehmen und wieder in den Arbeitsprozess einzusteigen.

Behandlungsschwerpunkte

  • Chronische Kopfschmerzen, Migräne
  • Chronische Nacken- und Rückenschmerzen
  • Chronische Schmerzen des Bewegungsapparates (einschließlich Fibromyalgie)
  • Tumorschmerzen
  • Neuralgien
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen

Behandlungsmethoden

Medizinische Maßnahmen

  • Aufklärung über Therapiemöglichkeiten chronifizierter Schmerzen
  • Pharmakotherapie
  • Lokalanästhesie, Sympathikusblockaden
  • Radiofrequenzstimulation
  • Schmerzpumpen
  • spinal cord stimulation

Psychologische Maßnahmen

  • Verhaltenstherapie (Edukation, Verändern schmerzverstärkender Einstellungen, Gefühlen und Verhaltensweisen, Genusstraining)
  • Erlernen von Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation)
  • Kontaktvermittlung zu niedergelassenen Psychotherapeuten

Andere Verfahren

  • Akupunktur
  • Biofeedback
  • Verordnung von physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Maßnahmen

Tagesklinik & stationäre Behandlung

Teilstationäre Behandlung/Tagesklinik

Bei einer fortgeschrittenen Chronifizierung – das heißt Auswirkung der Schmerzen auf viele Bereiche des täglichen Lebens – reicht eine ambulante Therapie nicht mehr aus. Patientinnen und Patienten mit diesen Schmerzerkrankungen brauchen ein multimodales Behandlungskonzept.

Behandlungsschwerpunkte in der Tagesklinik des Schmerzzentrums sind, neben der medizinischen Betreuung, schmerzorientierte krankengymnastische Maßnahmen und schmerzpsychologische Therapien.
Die Behandlung erfolgt ganztags von 8:30 bis 16 Uhr in festen Kleingruppen sowie in Einzeltherapien durch persönliche Therapeuten. Tägliche Teambesprechungen steuern und koordinieren den Tagesablauf.

Ziel des vierwöchigen Behandlungskonzepts der Tagesklinik mit einer zusätzlichen Wiederholungswoche nach drei Monaten ist die Verbesserung der Lebensqualität durch Reduktion der Schmerzen, eine mögliche Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess und die Verminderung weiterer schmerzbedingter Therapien.

Die Patienten lernen, wie sie trotz der Einschränkungen durch die Schmerzen ihr Leben zufrieden und aktiv gestalten können.

Stationäre Behandlung

Für die stationäre Behandlung von Schmerzpatienten stehen dem Schmerzzentrum zwei Betten zur Verfügung.
Diese werden bei Patienten genutzt, die aufgrund der Schwere der Schmerzerkrankung, bei speziell geplanten Therapien oder bei schlechter Erreichbarkeit des Klinikums nicht ambulant behandelt werden können.

Bereits im Vorfeld werden ein individueller Therapieplan und -ziele festgelegt. Die Therapie stützt sich auch hier auf die Säulen

  • medizinische
  • psychologische
  • und physiotherapeutische Behandlung.

Kontextspalte

Leitender Oberarzt Schmerztherapie und Palliativmedizin
Dr. med.
Carsten Funke Nikolai-Rumjanzew-Str. 100
04207 Leipzig Tel.: 0341 423-1467 Fax: 0341 423-1466

Schmerzzentrum am Klinikum St. Georg